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„Sie haben uns überrollt“: TvdH Oldenburg kassiert herbe Niederlage in Habenhausen – und gewinnt eine Erkenntnis

Am Samstagabend ist der TvdH Oldenburg beim neuen Spitzenreiter der Oberliga Nordsee ATSV Habenhausen gehörig unter die Räder geraten. 22:36 hieß es am Ende aus Oldenburger Sicht, was dem unzufriedenen Trainer Lukas Brötje später eine bittere wie nötige Erkenntnis bescherte.

Die Erkenntnis

„Wir mussten ganz klar feststellen, dass wir mit so einer Leistung wie vor zwei Wochen gegen Cloppenburg und jetzt gegen Habenhausen nichts in der Spitzengruppe zu suchen haben.“ Auch tabellarisch drückt sich das mittlerweile aus. Hinter dem Trio ATSV Habenhausen, TV Cloppenburg und HSG Varel (alle 20:2 Punkte, 11 Spiele) klafft bereits eine Lücke auf die Viertplatzierten Haarentorer (14:6, 10).

Die Forderung

Nachdem Tim Stapenhorst den TvdH zunächst mit 1:0 in Führung (1. Minute) sowie zum 2:2-Ausgleich brachte (4.) erspielten sich die Gastgeber schnell einen komfortablen Vorsprung. Ein überragender und vor allem bei Tempogegenstößen gemeinsam mit Louis Beyer und Mohamed Sibahi starker Luc Schluroff (13 Tore) bescherte dem TvdH so zunächst einen 2:7- sowie 10:18-Rückstand. Zur Pause lagen die Oldenburger schließlich mit 11:19 hinten. „Wir müssen ganz schnell lernen, die Kontrolle über unseren Kopf zu bekommen, um in solchen Spielen klar zu bleiben“, forderte Brötje im Anschluss.

Die Hektik

„Sobald Drucksituationen kommen, reagieren wir nicht routiniert genug und bleiben nicht in unseren Abläufen und Systemen, sondern lassen uns schnell beeinflussen“, erklärte der Trainer. „Im Angriff kriegen wir nicht die Klarheit und Ruhe rein, um gute Situationen zu suchen, sondern werden unruhig und hektisch.“ In Habenhausen führte das schließlich dazu, dass die Oldenburger nur zu wenigen guten Torchancen kamen und obendrein noch zu viele Fehlwürfe auf die Platte brachten. „Eine katastrophale Wurfquote“, wurde Brötje deutlich: „Da haben wir den Habenhauser Torwart zum Weltmeister geworfen.“ Auf der Anzeigetafel zeigte sich das letztlich mit einem 15:30-Rückstand (45.).

Die Qualität

„Wir hatten selber aber auch eine schlechte Torwartleistung“, fuhr Brötje weiter aus. Diese führte letztlich auch dazu, dass die Gastgeber zwischenzeitlich mehrmals mit 16 Toren in Führung lagen – zum Beispiel beim 33:17 (51.). Kurz vor der dem Ende lagen die Oldenburger dann sogar mit 19:36 zurück (57.), ehe Theis Sondergard (gemeinsam mit Simon Mayer bester TvdH-Schütze – 5) und Oskar Böshans mit ihren Treffern zum 22:36 den Schlusspunkt setzten. „Qualitativ hat es einfach nicht gereicht“, musste sich Trainer Lukas Brötje unabhängig von der wegen vieler zuvor erkrankter Spieler „nicht optimalen Vorbereitung“ daher eingestehen.

Der Kampf

„Was ich aber definitiv auch von der Mannschaft fordere ist, mehr den Kampf anzunehmen, mutiger und aggressiver zu Werke zu gehen“, machte Brötje nach diesem rabenschwarzen Tag klar. „Wir haben deren Spiel laufen lassen und waren in keinster Weise bereit. Sie haben uns überrollt“, so der Trainer weiter. „Das werden wir besprechen und dann haben wir nächste Woche gleich das nächste Spiel.“ Gegner im Heimspiel am Brandsweg (Samstag, 19.15 Uhr) ist dann der direkte Tabellennachbar SV Beckdorf (13:7, 10). (tos)

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